Kfz-Lexikon

Kfz-Versicherung Lexikon

Sie verstehen einen Fachbegriff in der Police Ihrer Kfz-Versicherung oder in unserem Kfz-Vergleichsrechner nicht? Im Kfz-Versicherungslexikon von finden Sie verständliche Erklärungen zu den wichtigsten Stichworten – von A wie Ablehnungsfrist bis Z wie Zulassungsstelle.

A
Ablehnungsfrist

Die Ablehnungsfrist ist der Zeitraum, in dem eine Versicherungsgesellschaft entscheidet, ob sie den Antrag eines Verbrauchers annimmt oder ablehnt.

Details zu dieser Frist sind im Pflichtversicherungsgesetz geregelt. Die Ablehnungsfrist darf im Normalfall maximal vier Wochen betragen.

Bei der Kfz-Haftpflichtversicherung beschränkt sich der Zeitraum nach § 5 Abs. 3 sogar nur auf 14 Tage.

Bedingung: Es handelt sich um einen Antrag auf einen Kfz-Haftpflichtschutz mit lediglich der gesetzlichen Mindestdeckungssumme.

Für Anträge zur Kfz-Haftpflicht, die über die Mindestdeckungssumme und eventuell sogar den vorgeschriebenen Versicherungsschutz (z.B. durch zusätzliche Unfallversicherung) hinausgehen, verlängert sich die Frist auf die gängigen vier Wochen.

Sollte eine Versicherungsgesellschaft einen Antrag in diesem Zeitraum weder ablehnen noch dem Antragsteller ein anderes Angebot unterbreiten, dann gilt der Antrag als angenommen.

Aufgrund der gesetzlichen Versicherungspflicht unterliegen die Versicherungsunternehmen einer Annahmepflicht.

Ausnahmen:

  • Der Antragsteller macht falsche Angaben.
  • Der Antragsteller war bereits einmal bei der Versicherungsgesellschaft versichert und wurde wegen arglistiger Täuschung oder nicht bezahlter Prämie gekündigt.
  • Der Antragsteller kann aufgrund einer sachlichen oder örtlichen Beschränkung nicht aufgenommen werden. Das ist beispielsweise der Fall, wenn ein Kfz-Versicherer Fahrzeuge einer bestimmten Wagnisklasse (Lkw oder Mietfahrzeuge) nicht versichert oder in der Region des Antragstellers nicht vertreten ist.
Abweichende Halterschaft

Sind Versicherungsnehmer und Halter eines Fahrzeuges nicht identisch, wird dies als abweichende Halterschaft bezeichnet. Einige Kfz-Versicherungsgesellschaften verlangen deshalb einen höheren Beitrag, bei anderen ist bei einem solchen Szenario gar kein Versicherungsabschluss möglich.

Der Halter des Fahrzeugs ist im Normalfall derjenige, der das Verfügungsrecht über das Fahrzeug hat. Diese natürliche oder juristische Person (Firma) ist dann auch in den Zulassungsbescheinigungen Teil I (Fahrzeugschein) und II (Fahrzeugbrief) eingetragen.

Am häufigsten tritt eine abweichende Halterschaft auf, wenn Eltern als Versicherungsnehmer für die Autos ihrer Kinder auftreten, um ihnen eine bessere Schadensfreiheitsklasse (SF-Klasse) zu ermöglichen.

Anschnallpflicht bzw. Gurtpflicht

In Deutschland herrscht eine generelle Anschnallpflicht – auch Gurtpflicht genannt.

Fahrer, Beifahrer wie auch die Passagiere auf den Rücksitzen müssen den Gurt anliegen.

Dies ist in § 21 a der Straßenverkehrsordnung (StVO) festgehalten.

Ausnahmen

Nur für wenige Personengruppen gilt die Anschnallpflicht nicht:

  • Taxi- und Mietwagenfahrer bei der Fahrgastbeförderung
  • Personen beim Haus-zu-Haus-Verkehr, wenn sie im jeweiligen Leistungs- oder Auslieferungsbezirk regelmäßig in kurzen Zeitabständen ihr Fahrzeug verlassen müssen (z.B. Postboten)
  • bei Fahrten mit Schrittgeschwindigkeit sowie auf Parkplätzen
  • als Passagier im Omnibus, wenn die Beförderung stehender Fahrgäste zugelassen ist
  • Fahrer von Omnibussen und Begleitpersonal von besonders betreuungsbedüftigen Personen
  • Fahrgäste in Omnibussen beim kurzzeitigen Verlassen des Sitzplatzes.

Befreiung von der Anschnallpflicht

In Ausnahmefällen können sich Personen auch von der Anschnallpflicht befreien lassen. Dies ist möglich:

  • wenn das Anlegen des Gurts aus gesundheitlichen Gründen unmöglich ist (ärztliches Attest erforderlich)
  • wenn der Antragsteller kleiner als 150 Zentimeter ist

Regelung bei Oldtimern

Die Anschnallpflicht Erwachsener entfällt auch in Oldtimern mit Erstzulassung vor dem 1. April 1970, die weder ab Werk Gurte besaßen noch diese nachgerüstet wurden.

Das kostet ein Verstoß

Verstoß Punkte Bußgeld
Mitnahme eines Kindes ohne geeigneten Kindersitz 1 Punkt 60 Euro
Mitnahme mehrerer Kinder ohne geeignete Kindersitze 1 Punkt 70 Euro
Mitnahme eines Kindes im Kindersitz ohne Gurtsicherung - 30 Euro
Mitnahme mehrerer Kinder in Kindersitzen ohne Gurtsicherung - 35 Euro
Missachtung der Anschnallpflicht Erwachsener - 30 Euro
B
Bagatellschaden am Auto

Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) ist ein Bagatellschaden jeder Sachschaden an einem Auto, dessen Reparatur unter 715 Euro kostet.

Typische Bagatellschäden sind zum Beispiel Kratzer im Lack oder kleinere Dellen.

Der Laie kann kaum abschätzen, ob ein Fahrzeugschaden ein Bagatellfall ist oder nicht. Deshalb sollte jeder Pkw-Schaden dokumentiert und der Kfz-Versichurng gemeldet werden.

Inhalt einer Unfallmeldung

  • Personalien der Beteiligten
  • Beschreibung des Hergangs
  • Beschreibung der Schäden (Skizze, Fotos)

Bei Bagatellschäden wird normalerweise kein Kfz-Gutachter hinzugezogen. Ein Kostenvoranschlag einer Kfz-Werkstatt genügt für die Regulierung.

Keine Kostenübernahme eines Gutachters

Bei einem Bagatellschaden muss die Versicherung des Verursachers die Kosten eines Sachverständigen nicht tragen. Beauftragen Sie einen, können Sie demnach auf diesen Kosten sitzen bleiben.

Beifahrer

Der Schutz der Kfz-Haftpflichtversicherung erstreckt sich auf alle Beifahrer. Das sind alle Personen, die sich zusätzlich zum Fahrer im Wagen befinden.

Der Versicherungsschutz für Beifahrer umfasst

  • körperliche Schäden
  • Sachschäden (am Körper getragene Gegenstände, keine Gepäckstücke)

Die Schuldfrage ist nicht relevant. Eine Kfz-Haftpflicht leistet zum Beispiel auch für Schäden nach einem Unfall durch einen geplatzten Reifen. Allerdings kommt die Versicherung dann nur für körperliche Schäden auf.

Höhere Gewalt

Bei Schäden durch höhere Gewalt (etwa durch einen Blitzschlag) ist die Kfz-Haftpflicht haftungsbefreit.

 Schäden durch Beifahrer

Auch Schäden, die Beifahrer verursachen, sind durch die Kfz-Haftpflichtversicherung des Wagens gedeckt (§7 Straßenverkehrsgesetz).

Wenn etwa der Beifahrer mit der Autotür an ein anderes Fahrzeug stößt, zahlt den entstandenen Schaden am anderen Auto die Kfz-Haftpflicht. Grundlage hierfür ist die Betriebsgefahr jedes Fahrzeuges.

Um Beifahrer darüber hinaus zusätzlich abzusichern, kann der Versicherungsnehmer eine Insassenunfallversicherung abschließen.

Beitragsberechnung Kfz-Versicherung

Für die Berechnung des Beitrages eines Kunden berücksichtigt eine Kfz-Versicherung viele Faktoren.

Diese betreffen zum einen das jeweilige Auto, das versichert werden soll. Zum anderen sind Angaben zum Versicherungsnehmer, dem eventuell abweichenden Halter und den Fahrern für die Beitragsberechnung wichtig.

Wichtige Beitragsmerkmale

Fahrzeugmerkmale Personenmerkmale
Typklasse Anzahl und Alter der Fahrer
Regionalklasse Unfallfreie Jahre (Schadenfreiheitsklasse)
PS Beruf des Versicherten
Datum der Erstzulassung Jahre Führerscheinbesitz
Umfang Versicherungsschutz Selbstbeteiligung im Schadensfall (Kasko)
Nächtlicher Abstellort Zahlungsweise Beitrag
Nutzung (privat/geschäftlich) Wohneigentum
  Mitglied in einem Verkehrsclub
  Besitz einer ÖPNV-Jahreskarte
  Kinder im Haushalt

 

Diese Versicherungsmerkmale sind entweder risikomindernd oder risikosteigernd (Risikofaktoren). Das wirkt sich entsprechend durch Auf- oder Abschläge auf den Beitrag für den Kfz-Versicherungsschutz aus.

Erhöht die Gesellschaft den Beitrag grundlos, hat der Versicherte das Recht zur Sonderkündigung des Vertrages.

Berechtigter Fahrer (Fahrerkreis)

Die berechtigten Fahrer eines versicherten Autos sind im sogenannten Fahrerkreis aufgeführt. Sie dürfen den Pkw fahren und genießen vollen Versicherungsschutz, wenn etwas passiert.

Der Versicherungsnehmer legt fest, welche Personen das sind. Der Personenkreis wird im Versicherungsvertrag festgehalten. Ändert er sich, müssen Sie das Ihrer Kfz-Versicherungsgesellschaft unverzüglich mitteilen.

So bestimmen Sie den Fahrerkreis

Es gibt mehrere Möglichkeiten, berechtigte Fahrer zu benennen:

1. Personalisiert (enger Fahrerkreis)

  • namentlich (z.B. "Max Mustermann")
  • über Zugehörigkeit zum Versicherungsnehmer (z.B. Ehefrau, Lebenspartner, alle volljährigen Kinder)

2. Abstrakt (erweiterter Fahrerkreis)

  • über Altersklassen (z.B. "Personen über 23 Jahre")
  • über den Zeitpunkt des Führerscheinerwerbs

3. offener/unbestimmter Personenkreis

Fahrerkreis beeinflusst Beitrag

Allgemein gilt: Je größer der Fahrerkreis, desto teurer ist der gewünschte Kfz-Versicherungsschutz. Gleiches gilt bei sehr jungen Fahrern, aber auch bei Senioren.

Lässt der Versicherungsnehmer bzw. Halter jemanden außerhalb des definierten Fahrerkreises (also einen unberechtigten Fahrer) fahren, begeht er eine Obliegenheitsverletzung.

Auch wenn ein Fahrer am Steuer saß, der nicht im Versicherungsvertrag eingetragen war, greift bei einem selbst verursachten Unfall die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflicht. 

Strafen

Allerdings hat in diesem Fall der Versicherungsnehmer bei diesem Tarifmerkmal falschen Angaben gemacht – und hat sich womöglich einen günstigeren Beitrag erschlichen.

In diesem Fall wird der Kfz-Versicherer den Beitrag für das betreffende Versicherungsjahr nachberechnen und den Differenzbetrag nachfordern. Zudem sehen die Policen hier meist eine Vertragsstrafe in Höhe eines kompletten Jahresbeitrags vor.

Der letzte Schritt wäre die Kündigung des Kfz-Versicherungsvertrages durch den Kfz-Versicherer.

Auch der unberechtigte Fahrer kann im Schadensfall von der Versicherung in Regress genommen werden. Bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz ist dies in voller Schadenshöhe möglich.

Betriebsgefahr Kfz

Die Betriebsgefahr bedeutet, dass der Halter eines Fahrzeuges für Schäden, die anderen Personen durch dieses entstehen, voll haftet. Er muss den Schaden nicht einmal selbst verursacht haben.

Die Definition ist im Straßenverkehrsgesetz ( §7 StVG) festgehalten. Darin nimmt der Gesetzgeber an, dass von einem Fahrzeug immer eine besondere Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer ausgeht.

Damit stellt die Betriebsgefahr eine Ausnahme im deutschen Schadensrecht dar. Normalerweise gilt das Verursacherprinzip.

Haftungsauschlüsse

Wenn ein Schaden durch höhere Gewalt verursacht wurde oder unabwendbar war, haftet der Halter nicht. Das gilt auch, wenn jemand ohne Kenntnis und Einwilligung des Besitzers dessen Fahrzeug benutzt und Schäden anrichtet.

Versicherungspflicht

Jeder Halter eines in Deutschland zugelassenen Fahrzeuges muss für dieses einen Mindestversicherungsschutz in Form einer Kfz-Haftpflichtversicherung abschließen. Geregelt ist dies in § 1 des Pflichtversicherungsgesetzes (PflVG).

Die Kfz-Versicherung tritt im Schadensfall anstelle des Fahrzeughalters für alle Schäden ein, die andere Personen im Zusammenhang mit dem versicherten Fahrzeug geltend machen.

Betriebsgefahr relevant bei Schuldfrage nach Unfall

Liegt die Schuld bei einem Unfall nicht zu 100 Prozent bei einem Verkehrsteilnehmer, haben in der Regel alle beteiligten Fahrzeughalter eine Teilschuld. Der Grund ist die Betriebsgefahr ihrer Fahrzeuge und die damit einhergehende automatische Haftung – auch wenn dem Einzelnen gar kein sogenanntes schuldhaftes Verhalten nachgewiesen werden kann.

C
Carport

Ein Carport ist ein Stellplatz für ein Auto.

Carports sind meist in Leichtbauweise aus Holz, Stahl, Aluminium oder Kunststoff errichtet. Die meisten Carports haben ein Dach. Damit ist das untergestellte Fahrzeug vor Wind und Regen geschützt.

Ein Carport kann auch eine Rückwand und Seitenwände haben. Zusätzlich kann ein Verschlag - beispielsweise für Fahrräder oder den Rasenmäher - integriert sein. Gegenüber einer Garage hat ein Carport jedoch kein verschließbares Tor.

Vor- und Nachteile

Die offene Bauweise verhindert eine Stauung schädlicher Autoabgase und Feinstäube. Durch die Durchlüftung kann sich Feuchtigkeit am Auto schlecht festsetzen: as hemmt die Rostgefahr.

Allerdings bieten Carports keinen wirksamen Schutz vor Diebstahl, Vandalismus und Marderschäden.

Carports - relevant beim Kfz-Versicherungsbeitrag

Ein Beitragsbemessungspunkt bei der Kfz-Versicherung betrifft den nächtlichen Abstellort des versicherten Autos. Gegenüber dem Abstellen etwa an der Straße ist ein Fahrzeug in einem Carport besser vor Witterungseinflüsseln (z. B. Hagel) und Parkschäden geschützt.

Durch die offene Bauweise sind jedoch andere Kfz-Kaskoversicherungsrisiken wie Marderschäden, Autodiebstahl und Vandalismusschäden durchaus möglich. Daher sind die Beitragsvergünstigungen in der Regel nicht so hoch wie bei einer vorhandenen abschließbaren Einzelgarage.

CO2-Ausstoß

Der CO2-Ausstoß besagt, wie viel Gramm pro 100 Kilometer bei einem Fahrzeug im Betrieb an umweltschädlichen Kohlendioxid aus dem Auspuf kommt.

Der Ausstoß wird vom Hersteller für jedes Automodell mittels einem genormten Testzyklus ermittelt.

CO2-Ausstoß und Kfz-Steuer

Der CO2-Ausstoß ist für die Berechnung der Kfz-Steuer wichtig.

ausstößt. Der CO2-Ausstoß spielt bei Autos eine wichtige Rolle. Für Pkw gilt eine einheitliche "Freimenge" von derzeit 95 Gramm CO2-Austoß auf 100 Kilometer.

Jedes weitere Gramm CO2 kostet 2 Euro zusätzlich. Die Ausnahme sind Oldtimer. Bei ihnen ist der CO2-Wert egal. Für sie gilt ein einheitlicher Steuersatz.

Günstige Kfz-Versicherung für umweltfreundliche Pkw

Ein niedriger CO2-Ausstoß kann sich positiv auf die Versicherung eines Fahrzeuges auswirken. Einige Versicherer bieten so genannte Öko- oder Umweltrabatte an.

D
Deckungssumme

Es ist sinnvoll, die geltenden Mindestdeckungssummen in der Kfz-Haftpflichtversicherung zu erhöhen.

Gesetzliche Deckungssummen

Denn die gesetzliche gesetzliche Mindestdeckung beträgt nur:

  • 7,5 Mio. Euro für Personenschäden
  • 1,22 Mio. Euro für Sachschäden
  • 50.000 Euro für Vermögensschäden

Erhöhung Maximalsumme Kfz-Haftpflicht

Bei schweren Verkehrsunfällen können diese Summen nicht ausreichen - dann haften Sie als Unfallverursacher persönlich für alle darüber hinausgehenden Kosten.

Sie können die Deckungssumme erweitern. Die Kfz-Versicherer bieten meist pauschal 50 oder 100 Millionen Euro an.

Eine entsprechende Anpassung kostet nur geringfügig mehr Beitrag. In zahlreichen Tarifen sind solche erhöhten Deckungssummen in der Police (Kfz Versicherungsschein) bereits ohne Aufpreis enthalten.

Erweiterte Deckungssummen Kasko

Durch eine zusätzliche Teilkasko sind auch die Beschädigung sowie der Verlust von Fahrzeugteilen versichert. Allerdings nicht unbegrenzt. Die Deckungssumme liegt oft bei maximal 5.000 Euro. Bei hochwertiger, spezieller und teurer Ausstattung kann es sich lohnen, den Betrag vertraglich aufzustocken.

Das gilt auch für das Kaskorisiko Marderschäden. Meist sind sogenannte Folgeschäden der kleinen Raubtiere (z.B. Motorschaden) tariflich finanziell begrenzt und sollten bei Bedarf individuell angepasst werden.

DEKRA

DEKRA

Lesezeit 1 Min.

DEKRA ist die Abkürzung für den 1925 in Berlin gegründeten Deutschen Kraftfahrzeug-Überwachungs-Verein mit Sitz in Stuttgart.

Aufgaben der Dekra

Die DEKRA prüft unter anderem Kraftfahrzeuge auf ihre Verkehrstauglichkeit im Rahmen der Hauptuntersuchung (HU) und Abgasuntersuchung (AU). Dies geschieht sowohl in eigenen deutschlandweiten Niederlassungen als auch in Kfz-Werkstätten.

Außerdem nehmen die Kfz-Sachverständigen der DEKRA Fahrerlaubnispüfungen ab. Auch Gutachten für die Erlangung einer Kfz-Betriebserlaubnis fallen in das Aufgabengebiet des Vereins.

Andere Kfz-Prüforganisationen

Weitere Kfz-Prüforganisationen in Deutschland sind:

  • TÜV
  • KÜS
  • GTÜ
Direktregulierung

Diese Form der Schadensregulierung ist vor allem bei Unfällen im Ausland von Vorteil. Dann bekommt ein Unfallgeschädigter schnell Geld.

Andernfalls kann häufig einige Zeit dauern, bis ausländische Versicherungen für entstandene Schäden aufkommen.

Bei der Direktregulierung geht dagegen die Versicherung des Geschädigten selbst in Vorleistung und bezahlt ihrem Kunden den entstandenen Schaden. Das vorgestreckte Geld holt sich das Versicherungsunternehmen anschließend vom Kfz-Versicherer des Unfallgegners zurück.

Einschränkungen

Häufig sind Kfz-Versicherungstarife mit einer Direktregulierung zwar günstiger als andere Angebote. Allerdings können damit auch gewisse einschränkende Bedingungen wie eine Werkstattbindung im Schadensfall sowie der Verzicht auf einen frei gewählten Rechtsanwalt verbunden sein.

Die Versicherung kümmert sich dafür jedoch um alle Belange der Schadensregulierung.

Doppelversicherung in der Kfz-Versicherung

Bei einer Doppelversicherung ist ein Fahrzeug gleichzeitig bei zwei Kfz-Versicherungsgesellschaften versichert.

Das kommt in der Praxis aber eigentlich nicht vor. Denn für jedes versicherte Auto wird nur eine elektronische Versicherungsbestätigungsnummer (eVB-Nummer) ausgegeben.

Unbeabsichtigte Doppelversicherung

Eine unbeabsichtigte Doppelversicherung kann in der Regel nur bei einem Wechsel der Kfz-Versicherung vorkommen. Dann überschneidet sich der Beginn des neuen Versicherungsschutzes mit dem Ende der noch bestehenden Kfz-Versicherung.

Da die zuständige Zulassungsstelle über jeden Versicherungswechsel informiert wird, fällt die Mehrfachversicherung in jedem Fall auf.

Die betroffenen Kfz-Versicherer werden eigenständig aktiv und regeln das Problem unter sich. Der Versicherungskunde muss nicht selbst eingreifen.

Der ältere Vertrag bleibt zu den bestehenden Konditionen bestehen. Der zuletzt abgeschlossene Vertrag wird aufgehoben.

Betrügerische Mehrfachversicherung

Kann Betrug nachgewiesen werden (z.B. um bei einem Schaden doppelt abzukassieren), dürfen beide Kfz-Versicherungsgesellschaften die Verträge aufheben.

Der Versicherte bekommt kein Geld und muss mit der Einleitung weiterer rechtlicher Schritte gegen sich rechnen.

Grundlage hierfür ist § 78 Absatz 3 des Versicherungsvertragsgesetzes.

E
Einparkhilfen

Eine Einparkhilfe ist ein technisches System, dass den Autofahrer beim Parken des Wagens unterstützt.

Sensorische und akustische Parkhelfer

Einfache Formen der Parkhilfe sind visuelle und akustische Systeme. Eine Kamera zeigt dem Fahrer dabei zum Beispiel den Raum hinter dem Auto an. Farbige Markierungen können das Einparken unterstützen.

Sensoren messen zusätzlich den Abstand zu anderen Objekten (z.B. anderen parkenden Pkw). Ein Warnton macht auf den sich veringernden Abstand zu diesen aufmerksam.

Bei dieser Technik muss der Fahrer den gesamten Einparkprozess noch selbst vornehmen.

Teilautonomes Einparken

Beim teilautonomen Einparken muss der Fahrer nur noch eine geeignete Parklücke finden und der Bordelektronik den Befehl zum Einparken geben. Bei geringer Geschwindigkeit schlagen manche Systeme sogar passende Parklücken vor.

Den Parkvorgang selbst übernimmt die Einparkhilfe dann vollkommen alleine. Der Fahrer bleibt dabei jedoch im Wagen sitzen und überwacht den Vorgang. Er kann jederzeit eingreifen.

Dies ist momentan auch noch Pflicht. Wer dies unterlässt, handelt grob fahrlässig und kann für Schäden von seiner Kfz-Haftpflicht und Kaskoversicherung haftbar gemacht werden.

Vollautonomes Einparken

Bei einer vollautonomen Einparkhilfe sucht sich das Fahrzeug eigenständig nach der Aufforderung durch den Fahrer eine geeignete Parkposition.

Der Fahrer muss dafür nicht im Fahrzeug sein. Ebenso selbsständig funktioniert auch das Ausparken.

Durch vollautomatische Parkprozesse kann Parkraum etwa effizienter genutzt werden. Dafür müssen jedoch Fahrzeugtechnik und Parkraumtechnik harmonieren. Erste Autos verfügen bereits über eine solche intelligente Technik.

Erdgasauto

Ein Erdgasauto fährt mit Gas statt Benzin. Das Erdgas wird in einem modifizierten Ottomotor in einem Gas-Luft-Gemisch verbrannt.

Das Erdgasauto wird auch als Natural gas vehicle (NGV), CNG vehicle oder Gaz naturel pour véhicules (GNV) bezeichnet.

Betankt werden Erdgasautos unter hohem Druck. Erdgas ist bis Ende 2018 in Deutschland steuerbegünstigt. Es ist deshalb günstiger als etwa Benzin und Diesel.

Monovalenter und bivalenter Erdgasantrieb

  • Ein monovalenter Erdgas-Pkw fährt fast ausschließlich mit Erdgas. Er hat lediglich einen Not-Tank an Bord, der wenige Liter Benzin fasst. Ist das Erdgas verbraucht, kann der Fahrer mit dem Sprit aus dem Not-Tank weiterfahren, bis er an einer Tankstelle Erdgas nachfüllen kann.
  • Ein bivalentes Erdgasauto hat zwei Tanks für Erdgas und Benzin, die beide in etwa eine ähnliche Reichweite ermöglichen. Der Fahrer kann mittels eines Schalters zwischen Gas- und Benzinbetrieb wechseln.

Vergünstigte Kfz-Versicherung für Erdgasautos

Erdgasautos gelten als vergleichsweise umweltfreundlich. Manche Kfz-Versicherungen gewähren deshalb einen Umweltrabatt.

Ersteinstufung in der Kfz-Versicherung

Eine Ersteinstufung nimmt die Kfz-Versicherung vor, wenn eine Person das erste Mal ein Fahrzeug versichert.

Dargestellt wird die Einstufung anhand von Schadenfreiheitsklassen (SF-Klassen). Diese werden in der Kfz-Haftpflicht und der Vollkaskoversicherung vergeben. Sie sind beitragsrelevant.

Ersteinstufung Fahranfänger

Fahranfänger haben noch keine Fahrpraxis. Sie erhalten in aller Regel eine Ersteinstufung in die SF-Klasse 0. Damit verbunden ist meist ein hoher Risikoaufschlag beim Kfz-Versicherungsbeitrag. Spartipps für Fahranfänger finden Sie hier.

Ersteinstufung bei Fahrpraxis

Wer den Führerschein seit mindestens drei Jahren besitzt, wird normalerweise besser eingestuft. Der Versicherungskunde startet dann in der SF-KLasse 1/2.

Ersteinstufung bei Zweitwagen

Wer ein Zweitfahrzeug versichern möchte, fängt mit diesem nicht bei 0 an. Eine einheitliche Ersteinstufung existiert zwar nicht. Üblich ist jedoch eine Einstufung des Zweitwagens zwischen der SF-Klasse 1/2 und 3. Einige Kfz-Versicherer gewähren sogar situationsabhängig für den Zweitwagen eines Versicherungsnehmers die gleiche Einstufung wie für das Erstfahrzeug.

Ersteinstufung bei Kfz-Versicherungswechsel

Bei einem Wechsel der Kfz-Versicherung berücksichtigt der neue Anbieter die bisherige Schadenfreiheitsklasse bei der Ersteinstufung.

Sondereinstufungen durch die bisherige Kfz-Versicherungsgesellschaft - beispielsweise durch einen Rabattretter oder Rabattschutz - werden in der Regel aber nicht übernommen.

Erstprämienverzug

Ein Erstprämienverzug bedeutet, dass ein Versicherungskunde den fälligen Beitrag für den abgeschlossenen Versicherungsschutz seines Fahrzeuges nicht bezahlt hat.

Der Kunde muss die Rechnung innerhalb von drei Monaten ab dem sogenannten Fälligkeitsdatum bezahlen. Tut er dies nicht, kann die Kfz-Versicherung:

  • vom Vertrag zurücktreten (das Fahrzeug ist dann unversichert)
  • den Beitrag einklagen

Auf die Folgen eines Erstprämienverzuges muss jeder Kfz-Versicherer seine Kunden schriftlich aufmerksam machen (37 des Versicherungsvertragsgesetz).

Bei einem Schaden muss die Autoversicherung nicht für die Kosten aufkommen, solange die Erstprämie noch nicht bezahlt wurde.

Ausnahmen:

  • Nachweis eines krankheitsbedingten Verzuges
  • Nachweis eines Buchungsfehlers durch die Bank
Erstzulassung Kfz

Im Rahmen der Erstzulassung wird ein Fahrzeug erstmals für den Straßenverkehr zugelassen.

Die Zulassung erledigt entweder der Händler für den Kunden - oder der Käufer lässt das Fahrzeug selbst bei der zuständigen Zulassungsstelle seines Wohnortes zu.

Das Datum der Erstzulassung ist im Fahrzeugschein (Teil 1 der Zulassungsbescheinigung) angegeben.

Erstzulassung wichtig bei Neuwertversicherung

Die Erstzulassung ist in der Kfz-Versicherung etwa in der Kaskoversicherung für die Neuwertentschädigung wichtig. Der Entschädigungszeitraum beginnt ab der Erstzulassung.

Je nach Tarif erstattet die Kasko dem Versicherungsnehmer bei einem Totalschaden oder Diebstahl des versicherten Fahrzeuges den Neuwert (Kaufpreis) ohne Abzüge.

Erstzulassung vor über 30 Jahren - Oldtimer

Außerdem hat die Erstzulassung für die Klassifizierung von Fahrzeugen entscheidend. Ist ein Fahrzeug vor 30 Jahren oder noch früher erstmals zugelassen worden, kann es heute als Oldtimer gefahren werden.

Für Oldtimer gelten einheitliche, günstige Kfz-Steuersätze. Auch die Kfz Versicherung für einen Oldtimer kann vergleichsweise günstig sein.

Außerdem sind gesetzlich vorgeschriebene technische Standards von Fahrzeugen oft an ein bestimmtes Erstzulassungsdatum geknüpft. Das betrifft zum Beispiel:

  • den Einbau von Katalysatoren
  • die Gurtpflicht
  • die Anbringung von Blinkern (bei Motorrädern ab 150 ccm)
F
Fahrerflucht

Die Fahrerflucht wird auch Unfallflucht genannt. Juristisch wird das Verkehrsdelikt als unerlaubtes Entfernen vom Unfallort bezeichnet (§ 142 Strafgesetzbuch).

Nach einem Verkehrsunfall muss der Verursacher an Ort und Stelle bleiben. Das gilt auch bei einem harmlosen Parkrempler.

Unfallverursacher müssen ihrer Aufklärungspflicht nachkommen. Das bedeutet, unverzüglich den Geschädigten persönlich sowie die Polizei zu verständigen.

Es reicht nicht aus, einen Zettel mit seinen Daten an die Windschutzscheibe des geschädigten Autos zu klemmen!

Deshalb gelten die folgenden Verhaltensregeln:

  • sofort anhalten
  • ist der geschädigte Halter nicht da – warten (mindestens eine halbe Stunde)
  • Polizei informieren 

Verlassen des Unfallortes erlaubt

  • für die Schadensmeldung bei der nächsten Polizeistelle
  • bei Verletzungen im Rahmen der Eigenversorgung und bei der Versorgung anderer Verletzter
  • für die Beseitigung einer Gefahrenquelle
  • wenn nur das eigene Auto beim Unfall beschädigt wurde

Strafen bei Fahrerflucht

Mögliche Konsequenzen (abhängig von der Schwere des Verstoßes und der Reaktion des Verursachers):

  • Bußgeld
  • Punkte in Flensburg
  • Fahrverbot
  • Entzug der Fahrerlaubnis bis zu sieben Jahre
  • Gefängnisstrafe 

Fahrerflucht und Kfz-Versicherungsschutz

  • Vertragskündigung durch die Kfz-Versicherung
  • Regressforderungen bis maximal 5.000 Euro (eigene Kfz-Haftpflicht)
  • Keine Leistung der Kaskoversicherung

Kann der Verursacher einer Fahrerflucht nicht ermittelt werden, ersetzt eine vorhandene Kfz-Vollkasko die Schäden des Opfers.

Fahrerunfallversicherung

Eine Fahrerunfallversicherung ist auch in der allgemeinen Unfallversicherung inbegriffen. Deshalb ist eine spezielle Fahrerunfallversicherung nur sinnvoll, wenn keine generelle private Unfallversicherung besteht.

Leistungen

Die Fahrerunfallversicherung leistet bei einem selbstverschuldeten Unfall. Trägt der Fahrer dabei einen Schaden davon, erhält er je nach Bedarf:

  • Schmerzensgeld
  • Verdienstausfall
  • Folgekosten
  • Invalidenrente
  • Hinterbliebenenversorgung
Fahrzeug-Identifizierungsnummer (Fahrgestellnummer)

Bei modernen Fahrzeugen ist die Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN) in der Regel mehrfach am Fahrzeug vermerkt, unter anderem:

  • im Motorraum
  • im Einstiegsbereich der Fahrertür
  • im Kofferraum

Die FIN ist auch im Fahrzeugbrief (Zulassungsbescheinigung Teil II) und dem Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) vermerkt.

Ursprünglich wurde die Fahrgestellnummer (Bezeichnung bis 1981) meist im Motorraum auf Plaketten abgebildet. Diese Methode ist jedoch fälschungsanfällig.Heute Hersteller stanzen die Fahrgestellnummer beispielsweise ins Blech ein. So ist sie schwerer zu manipulieren.

Das bedeutet die Seriennummer

Aus der 17-stelligen Fahrzeug-Identifizierungsnummer gehen hervor:

  • Hersteller (Stellen 1-3)
  • Fahrzeugtyp (Stellen 7-8)
  • Modelljahr (Stelle 10)
  • Werk (Stelle 11)
  • fortlaufende Fahrzeugnummerierung (Stellen 12-17)

Gesetzliche Pflicht

Kfz-Hersteller sind gesetzlich dazu verpflichtet, jedem Fahrzeug eine individuelle FIN zu geben. Die Fahrzeug-Identnummer ist international genormt und wird auch deshalb auch Vehicle-Identification-Number (VIN) genannt.

Mit der Fahrzeug-Identifizierungsnummer kann:

  • der Halter gefunden werden
  • das Auto zugelassen werden
  • ein Fahrzeug zweifelsfrei identifiziert werden (wichtig bei Diebstählen)
  • eine Kfz-Werkstatt Informationen zur Servicehistorie und der Ausstattung des Wagens ab Werk abrufen
Fahrzeugbrief

Im Fahrzeugbrief sind die wichtigsten Informationen über das Fahrzeug und dessen Eigentümer (auch vorheriger) vermerkt. Es wird von der Zulassungsstelle bei der Zulassung etwa eines Pkw für den öffentlichen Straßenverkehr ausgegeben.

Seit Oktober 2005 heißt der Fahrzeugbrief europaweit offiziell Zulassungsbescheinigung Teil II.

Der Fahrzeugbrief ist vor allem beim Kauf oder Verkauf eines Gebrauchtfahrzeuges wichtig.

Aufbewahrung

Bewahren Sie den Fahrzeugbrief zu Hause auf - nicht im Auto!

Fahrzeughalter

Als Fahrzeughalter gilt, wer ein Fahrzeug auf eigene Rechnung nutzt und die Verfügungsgewalt darüber besitzt.

Der Halter eines Fahrzeugs ist nach § 31 der Straßenverkehrsordnung für den ordnungsgemäßen Betrieb des Fahrzeuges verantwortlich. Deshalb kann die Polizei bei technischen Mängeln, wie z.B. abgefahrene Reifen, sowohl gegen den Fahrer als auch gegen den Halter eine Ordnungswidrigkeiten aussprechen.

Er muss nicht automatisch auch in der Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) eingetragen sein oder die Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief) besitzen.

Allerdings gilt die Eintragung in den Fahrzeugschein als Beweis für die Haltereigenschaft. Deshalb sollte bei einer Abweichung eine schriftliche Übertragung des Fahrzeuges festgehalten werden.

Flottenversicherung

Mit einer Kfz-Flottenversicherung ist der gesamte Fuhrpark eines Unternehmens versichert. In der Regel wird dafür ein Rahmenvertrag vereinbart, der alle Fahrzeuge und Fahrer berücksichtigt. Abschließbar ist sie nur für Gewerbekunden.

Eine Flottenversicherung umfasst für alle Fahrzeuge die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflichtversicherung. Optional kann der Versicherungsschutz um eine Teilkasko oder Vollkaskoerweitert werden.

Mindestanzahl Fahrzeuge

Eine Flottenversicherung wird meist ab zehn Fahrzeugen angeboten. Einige Kfz-Versichererbieten auch Kleinflottenversicherungen ab drei Fahrzeugen an.

Es gilt ein einheitlicher Beitragssatz für alle versicherten Fahrzeuge – vom Sattelschlepper bis zum Dienstwagen des Geschäftsführers. Kommen während der Vertragslaufzeit weitere Fahrzeuge hinzu, werden sie zu den bestehenden Konditionen mit versichert.

G
GAP-Deckung
Eine GAP-Deckung schließt bei einem Totalschaden (auch Diebstahl) eines Leasingfahrzeuges die Lücke zwischen dem Wiederbeschaffungswert, den die Kasko Versicherung bezahlt, und dem Restleasingwert, der für das geleaste Fahrzeug noch zu zahlen ist: Leasingwert: 14.000 Euro Wiederbeschaffungswert: 11.000 Euro Differenz: 3.000 Euro (GAP-Deckung) Bei einer GAP-Deckung mit vereinbarter Selbstbeteiligung müsste der Versicherungsnehmer je nach Versicherungsvertrag z.B. 150 oder 300 Euro selbst übernehmen. Bei Kfz-Versicherungstarifen mit Neuwertentschädigung ist die Versicherungslücke für den vereinbarten Zeitraum (schwankt zwischen 3 und in der Regel maximal 24 Monaten) bereits abgedeckt.
Garagenrabatt

Ein Garagenrabatt reduziert den Kfz-Versicherungsbeitrag.

Er wird gewährt, wenn ein Fahrzeug nachts in einer Garage geparkt wird. Dort ist das Risiko eines Schadens für den Kfz-Versicherer geringer, als wenn der Pkw ungeschützt z.B. am Straßenrand steht.

Strafen bei Zuwiderhandlung

Wer den Garagenrabatt in Anspruch nimmt, ist verpflichtet, sein Auto nachts überwiegend in einer Garage zu parken. Ansonsten kann der Versicherer den Vertrag anpassen und sogar eine Vertragsstrafe verlangen.

Überwiegend bedeutet nicht, dass das versicherte Fahrzeug immer in einer Garage stehen muss: Ausnahmen wie z.B. bei Urlaubsreisen oder Umbauarbeiten stellen keinen Vertragsbruch dar.

Gefährdungshaftung

Die Gefährdungshaftung bedeutet, dass Sie für Schäden haften müssen, obwohl Sie diese nicht direkt selbst verschuldet haben.

Beim Auto reicht schon die Betriebsbereitschaft (der Pkw muss noch nicht einmal fahren) für eine Gefährdungshaftung des Halters aus.

In Paragraf 7 des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) heißt es dazu:

"Wird bei dem Betrieb eines Kfz ein Mensch getötet, der Körper oder die Gesundheit eines Menschen verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist der Halter des Fahrzeuges verpflichtet, dem Verletzten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen."

Schäden aus der Gefährdungshaftung heraus sind immer durch die Kfz-Haftpflichtversicherunggedeckt.

Wird ein Wagen ohne das Wissen des Halters genutzt, sind Schadensersatzansprüche an den Fahrer zu richten. Ausnahme: ein Schaden durch höhere Gewalt.

Gefahrerhöhung in der Kfz-Versicherung

Eine Gefahrerhöhung in der Kfz-Versicherung kann einen höheren Beitrag zur Folge haben.

Geregelt ist die Gefahrerhöhung in § 23 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG).

Ein Versicherungskunde muss jede Veränderung, die den Kfz-Versicherungsschutz seines Fahrzeuges betreffen kann, unverzüglich dem Versicherer mitteilen.

Relevante Faktoren sind unter anderem:

  • Veränderungen am Fahrzeug
  • veränderter Fahrerkreis
  • neuer nächtlicher Abstellort
  • höhere Jahreskilometerleistung
  • Wohnungswechsel und damit andere Regionalklasse

Die Versicherungsgesellschaft berechnet dann das Versicherungsrisiko neu.

Eine Gefahrerhöhung muss dauerhaft gegeben sein und beim Eintritt eines Versicherungsfalles bestanden haben.

Folgen bei Verstoß

Wird eine Gefahrenerhöhung nicht gemeldet, verstößt ein Versicherungsnehmer gegen seine Obliegenheitspflichten. Kommt es zu einem Schaden, kann das für ihn diese Folgen haben:

  • Kündigung des Versicherungsvertrags
  • Prämienerhöhung
  • Risikoausschluss
  • Haftungsfreiheit oder Leistungsminderung (in der Teilkasko und Vollkasko)
  • Regressforderungen (in der Kfz-Haftpflicht)

Objektive und subjektive Gefahrerhöhung - Beispiele

  • Eine objektive Gefahrerhöhung tritt ohne Willen des Versicherten ein. Beispiel: Verlust eines Autoschlüssels durch Diebstahl.
  • Eine subjektive Gefahrerhöhung geschieht wissentlich und willentlich durch den Versicherungsnehmer. Beispiel: Der Versicherte fährt mit abgefahrenen Reifen oder defekter Bremse.
Gesetzliche Mindestdeckung in der Kfz-Haftpflicht

Laut dem Pflichtversicherungsgesetz (PflVG) §4 Absatz 1-2 gelten für Kraftfahrzeuge in der Kfz-Haftpflicht diese gesetzlichen Mindestversicherungssummen:

  • für Personenschäden 7,5 Mio. Euro
  • für Sachschäden 1,12 Mio. Euro
  • für reine Vermögensschäden 50.000 Euro

Diese Beträge muss ein Versicherungsunternehmen in einem Schadensfall maximal bezahlen.

Erweiterte Deckungssummen

Die Mindestdeckungssummen der meisten Kfz-Versicherungstarife sind jedoch höher. Üblich ist eine Haftung durch den Kfz-Versicherer bis zu 50 oder sogar 100 Millionen Euro.

Pro geschädigter Person beläuft sich die Deckungsumme in der Regel auf maximal sieben und zwölf Millionen Euro.

Deckungssummen Kaskoversicherung

Bei der Teilkaskoversicherung und der Kfz-Vollkasko macht der Gesetzgeber keine Vorschriften zu den Deckungssummen.

Im Versicherungsfall hängt es von den Tarifvereinbarungen und den ermittelten Schadenskosten ab, wie viel Geld Sie als Versicherungsnehmer von der Kaskoversicherung erstattet bekommen.

Grobe Fahrlässigkeit in der Kfz-Versicherung

In der Kfz-Versicherung steht meist die grobe Fahrlässigkeit im Fokus, etwa bei:

  • Unfall wegen Überfahren einer roten Ampel
  • Unfall während Telefongespräch ohne Freisprecheinrichtung
  • Diebstahl von Wertsachen aus dem offenen Cabrio

Haftung der Kfz-Versicherung

Jede Kfz-Haftpflichtversicherung muss auch bei Schäden haften, die anderen Personen (auch juristischen Personen = Unternehmen) durch eine grobe Fahrlässigkeit des eigenen Versicherungskunden, Halters oder Fahrers des versicherten Fahrzeuges entstehen.

Regress möglich

Die Gesellschaft kann den Verursacher aber an den Schadenskosten beteiligen und bis zu 5.000 Euro Regress verlangen.

Eine Teil- oder Vollkaskoversicherung kann die Haftung für einen Kaskoschadens bei grober Fahrlässigkeit dagegen teilweise oder sogar ganz ablehnen und den Schaden nicht übernehmen.

Verzicht auf den Einwand grober Fahrlässigkeit

Verzichtet der Versicherer vertraglich auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit, haftet er auch in solchen Fällen ganz.

Ausnahmen Alkohol und Drogen

Davon ausgenommen sind grundsätzlich Schäden, die unter dem Einfluss von Alkohol oder nach Drogenkonsum zustande gekommen sind. Dann müssen die Kfz-Versicherer auch bei der Mitversicherung grober Fahrlässigkeit nicht zahlen.

H
Haarwild

Zum Haarwild gehören nach Paragraf 2 des Bundesjagdgesetzes:

  • Schwarz- und Rotwild
  • Hase und Murmeltiere
  • Wisente und Elche
  • Luchse und Füchse
  • Wildschweine
  • Fischotter und Seehunde

Nicht dazu gehören beispielsweise:

  • Wolf
  • Bär
  • Kühe
  • Hunde
  • Katzen

Haarwild in der Kfz-Versicherung

Schäden an einem Fahrzeug durch den Zusammenstoß mit einem Haarwild ersetzt eine Teilkaskoversicherung. (siehe auch Wildschäden am Auto).

Autoschäden durch das Überfahren eines bereits toten Haarwildes bezahlt die Kasko nicht.

Wenn Sie einem Haarwild ausweichen und dabei der Pkw beschädigt wird (weil Sie ihn etwa in den Straßengraben steuern), ist das nicht von der Teilkaskoversicherung gedeckt. Eine Entschädigung erhalten Sie dann nur, wenn der Wagen einen Vollkaskoschutz besitzt.

Hauptfälligkeit

Zur Hauptfälligkeit beginnt beziehungsweise endet ein Kfz-Versicherungsvertrag. Und damit auch der Kfz-Versicherungsschutz eines Autos.

Bei der Kfz-Versicherung fällt die Hauptfälligkeit meist auf den 1. Januar.

Eine reguläre Kündigung eines Kfz-Versicherungsvertrages ist nur zur Hauptfälligkeit möglich.

Hauptuntersuchung (HU)

Fahrzeuge müssen alle zwei Jahre zur Hauptuntersuchung (HU).

Der nächste HU-Termin

Jahr und Monat der nächsten fälligen HU sind auf einer Plakette auf dem hinteren Kennzeichen vermerkt. Den Monat erkennen Sie an der Zahl, die oben steht, das Jahr an der Zahl mittig im Kreis.

Bei der Hauptunteruntersuchung wird überprüft, ob das Fahrzeug verkehrssicher ist. Das betrifft alle Fahrzeuge mit einem amtlichen Kennzeichen.

Eine HU führen amtlich anerkannte Prüfungsorganisation wie zum Beispiel V oder DEKRA durch.

Hauptuntersuchung bei Neuwagen

Ein Neuwagen muss das erste Mal nach drei Jahren (36 Monate nach der Erstzulassung) zur Hauptuntersuchung.

Bußgeld bei verspäteter HU

Lässt man die HU nicht rechtzeitig durchführen, riskiert man ein hohes Bußgeld.

Abgasuntersuchung

Ab 2018 ist im Rahmen einer HU auch eine zusätzliche Abgasuntersuchung mit Endrohrmessung für alle Gebrauchtwagen mit Verbrennermotor Pflicht.

Dies müssen bisher nur Fahrzeuge bis Baujahr 2006 durchlaufen.

Bei jüngeren Pkw wird aktuell noch lediglich die Fahrzeugdiagnose nach entsprechenden Auffälligkeiten bei den Abgasen ausgelesen.

K
Kfz-Versicherungsantrag

Wer ein Fahrzeug zulassen möchte, muss dafür eine Kfz-Versicherung abschließen. Den entsprechenden Kfz-Versicherungsantrag schicken Sie an die Versicherungsgesellschaft, für deren Angebot Sie sich entschieden haben.

Ein Versicherungsvertrag (Police) kommt erst zustande, wenn das Versicherungsunternehmen den Antrag annimmt und Ihnen die Versicherungsunterlagen (Versicherungsschein) und die elektronische Versicherungsbestätigungsnummer (eVB Nummer) übermittelt.

Antrag widerrufen

Einen Antrag auf Kfz-Versicherungsschutz können Sie widerrufen.

Mit dem Erhalt der Unterlagen beginnt die Widerrufsfrist von 14 Tagen. Eine Begründung für den Widerruf ist nicht erforderlich.

Kfz-Versicherungsbeginn

Den gewünschten Kfz-Versicherungsbeginn bestimmen Sie als Versicherungskunde selbst.

Der Zeitpunkt hängt zum Beispiel davon ab, wann Ihr Fahrzeug geliefert wird beziehungsweise wann Sie es auf sich an- oder ummelden möchten.

Wann beginnt der Versicherungsschutz?

Das Datum des Versicherungsbeginnes geben Sie direkt im Antrag zum Versicherungsschutz beim gewählten Kfz-Versicherer an.

Daraufhin erhalten Sie in aller Regel kurzfristig (Ausnahmen bestehen etwa bei Vorauskasse) eine elektronische Versicherungsbestätigung (eVB) von der Gesellschaft.

Diese meist per SMS oder E-Mail versandte siebenstellige Kombination aus Zahlen und Buchstaben garantiert Ihnen einen – vorläufigen – Versicherungsschutz für Ihr Fahrzeug.

Die eVB benötigen Sie auch für die Zulassung.

Wenn die Kfz-Versicherung den Antrag angenommen hat und der fällige Kfz-Versicherungsbeitrag bezahlt ist, gilt der Kfz-Versicherungsschutz uneingeschränkt.

Die Kfz-Versicherung ist ab der Antragsannahme durch den Versicherer gültig – auch wenn Sie die Versicherungspolice noch nicht erhalten haben. Bis Sie die Versicherungsunterlagen haben, können nach Ihrem Antrag einige Tage vergehen.

Wie lange läuft die Kfz-Versicherung?

Eine Kfz-Versicherung läuft volle zwölf Monate.

Wenn Sie den Vertrag beenden möchten, kündigen Sie ihn schriftlich zum Ablauf des Versicherungsjahres.

Wann muss ich kündigen?

Dabei sollten Sie auf die Kündigungsfrist achten. Diese beträgt immer einen Monat zum Vertragsende.

Kündigen Sie die Kfz Versicherung nicht, verlängert sich der Kfz-Versicherungsschutz um ein weiteres Jahr.

Wann ist das Versicherungsende?

Viele Kfz-Versicherungsverträge enden immer am Kalenderjahresende. Dann gilt für die Kündigung der Stichtag 30. November.

Es gibt aber auch Autoversicherungen, die unterjährig versichern. Das bedeutet, der Versicherungsschutz gilt ab dem Abschlussdatum genau ein Jahr.

Kfz-Versicherungsjahr

Die meisten Kfz-Versicherungsverträge sind an das Kalenderjahr gebunden. Sie beginnen also am 1. Januar und enden am 31. Dezember.

Den gewünschten Beginn der Kfz-Versicherung für ein Fahrzeug geben Sie bereits im Kfz-Versicherungsantrag an.

Beginnt die Kfz-Versicherung unter dem Jahr (z.B. am 15. Mai), laufen viele Verträge ab diesem Versicherungsdatum bis zum Jahresende. Das neue Versicherungsjahr schließt dann nahtlos am 1. Januar an.

Unterjährige Versicherung

Es gibt aber auch immer mehr Versicherungen, die unterjährig versichern. Das bedeutet, die Versicherung gilt ab dem Abschlussdatum genau ein Jahr. Sie läuft dann z.B. vom 15. Mai bis zum 14. Mai des Folgejahres.

Wird die Kfz Versicherung nicht rechtzeitig gekündigt, verlängert sich der Vertrag um ein Jahr.

Kfz-Versicherungsnehmer

Die Person, die den Versicherungsvertrag abschliesst, ist der Versicherungsnehmer.

Der Versicherungsnehmer muss nicht zwangsläufig auch Fahrzeughalter und Fahrer des Fahrzeuges sein.

Kfz-Versicherungspflicht

Für Kraftfahrzeuge besteht in Deutschland eine Kfz-Versicherungspflicht. Diese greift bei Schäden, die anderen Personen durch das Fahrzeug entstehen (z.B. bei einem Verkehrsunfall).

Für die Schäden haftet dann die entsprechende Kfz-Haftpflichtversicherung anstelle des Versicherungsnehmers, Halters oder Fahrers.

Die Versicherungspflicht beinhaltet im Schadensfall bestimmte Mindestdeckungssummen. Sie betragen für Personenschäden 7,5 Mio. Euro, für Sachschäden 1,22 Mio. Euro und für Vermögensschäden 50.000 Euro.

Kann ein Fahrzeughalter nicht nachweisen, dass er seiner Versicherungspflicht nachgekommen ist, kann er kein Fahrzeug auf der Zulassungsstelle anmelden - und somit auch nicht auf öffentlichen Straßen fahren.

Kfz-Versicherungsschein (Police)

Auf einem Versicherungsschein einer Kfz-Versicherung stehen unter anderem diese Informationen:

  • Vertragsbeginn
  • Fahrzeugdaten
  • Vereinbarter Versicherungsschutz
  • Versicherungsbeitrag

Den Versicherungsschein erhält ein Versicherungsnehmer nach dem Abschluss einer Kfz-Versicherung. Das Dokument wird auch Police genannt.

Kfz-Zubehör

Kfz-Zubehör ist mit einer Kfz-Teilkasko beziehungsweise einer Kfz-Vollkasko versichert.

Kfz-Versicherer decken nur Zubehör mit Straßenzulassung ab. Unterschieden wird von der Kfz-Versicherung, ob das versicherte Zubehör:

  • fest mit dem Auto verbunden ist
  • fest eingebaut ist
  • im Auto unter Verschluss gehalten wird

Welches Kfz-Zubehör mitversichert ist, steht in der Teileliste der allgemeinen Bedingungen für die Kraftfahrtversicherung bzw. in den Versicherungsbedingungen des jeweiligen Kfz-Versicherers. Üblich sind:

  • Lautsprecher (auch mehrere)
  • Multifunktionsgeräte (Audio-, Video-, Radio und Navigationssysteme)
  • Verstärker, Booster oder ähnliche Geräte, die der Lautverstäkung dienen
  • zugelassene Veränderungen an Fahrwerk und Motor

Bei Beschädigiung oder Verlust von versichertem Kfz-Zubehör erstattet die Kaskoversicherung standardmäßig den Wiederbeschaffungswert.

Die Erstattungssumme im Schadensfall ist vertraglich vereinbart. Sie beträgt z.B. maximal 1.000 Euro, kann aber auch unbegrenzt sein.

Spezielles Fahrzeugzubehör ist meist nur gegen einen Beitragsaufschlag mit versichert. Dazu zählen etwa:

  • Panzerglas
  • Reklame
  • Hydraulische Ladebordwand
  • Spezialaufbauten

Unter nicht versichertes Zubehör fallen unter anderem:

  • Atlanten
  • nicht fest eingebaute Campingausrüstung
  • nicht serienmäßige Ersatzteile und Werkzeuge
  • Kühltaschen und –boxen
  • Mobiltelefone, nicht fest eingebaute Navis, Laptops
Kraftfahrt-Bundesamt (KBA)

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA):

  • erteilt Typgenehmigungen (EC und ECE) sowie Allgemeine Betriebserlaubnisse sowohl für Fahrzeuge als auch für einzelne Fahrzeugteile.
  • führt das Fahreignungsregister (FAER) – besser bekannt unter Verkehrssünderdatei.
  • betreut das Zentrale Fahrererlaubnisregister (ZFER) und das Zentrale Fahrzeugregister (ZFZR).
  • pflegt das Zentrale Verkehrs-Informationssystem (ZEVIS) – besser bekannt als Halterdatei.
  • ist zuständig, wenn Autos und Autoteile aus Sicherheitsgründen zurückgerufen werden müssen.

Das KBA ist eine dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) zugeordnet Bundesbehörde mit Hauptsitz in Flensburg.

Vorläufer war ab dem Jahr 1910 zurück die "Sammelstelle für Nachrichten über Führer von Kraftfahrzeugen" in Berlin. Die Gründung des heutigen Kraftfahrt-Bundesamtes erfolgte am 4. August 1951.

L
Leasing

Wer ein Auto least, der mietet es gewissermaßen für einen bestimmten Zeitraum und kann es in dieser Zeit nutzen.

Leasingrate

Dafür zahlt der Leasingnehmer an den Besitzer einen vertraglich festgelegten monatlichen Betrag - die Leasingrate.

Wie hoch die Mietrate ist, hängt ab von:

  • Anschaffungswert
  • Restwert
  • Wertverlust
  • Verwaltungskosten

Leasinggeber

Der Besitzer eines Leasingfahrzeuges (Leasinggeber) ist zum Beispiel

  • der Hersteller
  • ein Autohaus
  • eine Bank

Kfz-Leasingvertrag

Ein Leasingvertrag ähnelt einem Mietvertrag. Beim Leasing ist allerdings der Leasingnehmer für die Wartung des Wagens verantwortlich. Meist kann er am Ende der Leasinglaufzeit entscheiden ob er das Fahrzeug im Anschluss kaufen (Mietkauf) oder zurückgeben möchte.

Alternativ ist im Leasingvertrag eine definitive Rückgabe am Ende der Laufzeit vereinbart (operatives Leasing/Kilometerleasing).

Kfz-Versicherung für Leasingfahrzeuge

In der Regel verlangen die Leasinggesellschaften, dass für das Fahrzeug eine umfangreichere Vollkaskoversicherung abgeschlossen wird. So hat der Leasinggeber als Besitzer des Fahrzeuges den größtmöglichen Versicherungsschutz. Zahlen muss die Kfz-Versicherungsbeiträge aber der Leasingnehmer.

Leasing: Vorteile und Alternative

Firmen können die Raten als Betriebsausgaben von der Steuer absetzen.

Privatpersonen müssen nicht auf einmal eine große Summe für die Anschaffung eines Autos bezahlen, sondern bezahlen die Nutzung in gleichbleibenden und kalkulierbaren Raten.

Eine Alternative zum Kfz-Leasing ist ein Finanzierungskauf.

M
Mallorca-Police

Die Mallorca-Police ist eine Zusatz-Haftpflichtversicherung für Mietfahrzeuge im Ausland. Sie gilt in der Regel europaweit.

Eine solche Zusatzvereinbarung in der Kfz-Versicherung ist für Mietwagenfahrten in europäischen Ländern sinnvoll, in denen für die Kfz-Haftpflichtversicherung wesentlich niedrigere Mindestversicherungssummen als in Deutschland gelten.

Bei einem schweren Unfall reicht dann die Versicherungssumme des Mietautos nicht aus. Der Mieter des Wagens müsste  die restlichen Kosten selbst tragen. Durch eine Mallorca-Police entschädigt jedoch die eigene Kfz-Haftpflichtdeckung diese Summe.

Malusdatei

Die Malusdatei ist eine zentrale Datenbank, auf die Versicherungen zugreifen. Die Versicherungsunternehmen verwenden die Datei, um die Aussagen eines Antragstellers bei einem Versicherungswechsel auf Richtigkeit zu prüfen.

Dadurch wird z.B. vermieden, dass der Versicherte eine falsche Schadensklasse angibt, wenn er eine neue Assekuranz abschließt.

Der lateinische Begriff "malus" bedeutet "schlecht". In Malusdateien werden folglich auch negative Fakten festgehalten.

Malusdatei Kfz-Versicherung

Die Malusdatei der Kfz-Versicherungsbranche (auch "Schwarze Liste" genannt) enthält die folgende Daten über den Pkw sowie den Versicherungsnehmer:

  • Persönliche Angaben (Name und Anschrift des Versicherungsnehmers)
  • Versicherungsscheinnummer
  • Amtliches Kennzeichen des Fahrzeuges
  • Anzahl der Autoschäden im Meldejahr/im vergangenen Versicherungsjahr
  • Schadenfreiheitsklasse
  • Stornodatum des Vertrages
Mietwagen

Kann nach einem unverschuldeten Unfall ein Autofahrer seinen Pkw für eine gewisse Dauer nicht nutzen, so hat er Anspruch auf einen Mietwagen.

Der Anspruch besteht aber nur, wenn ein Mietwagen auch tatsächlich benötigt wird. Liegt der Geschädigte etwa als Folge des Unfalls im Krankenhaus, steht ihm auch kein Mietwagen zu.

Auf die Größe kommt es an

Wenn sich der Geschädigte selbst einen Mietwagen nimmt, ist er gut beraten, ein Modell aus der Fahrzeugkategorie unterhalb der des eigenen Pkw auszuwählen. Ansonsten könnte der Kfz-Versicherer dem Geschädigten einen Teil der Kosten in Rechnung stellen (vermiedener Verschleiß).

In der Regel bietet die Kfz-Haftpflicht des Pkw des Unfallverursachers dem Geschädigten von sich aus ein bestimmtes Fahrzeugmodell als Mietwagen an.

Fallen nur kleinere Fahrten an, sollte der Geschädigte ein Taxi nutzen, um den Schaden für alle Beteiligte so gering wie möglich zu halten.

Geld statt Auto

Verzichtet der Geschädigte auf die Nutzung eines Mietwagens, so erhält er eine Tagespauschale als Entschädigungsbetrag.

N
Nachhaftung

Die Nachhaftung in der Kfz-Versicherung garantiert, dass der Versicherungsnehmer nach Beendigung seines Vertrages in der Kfz-Haftpflicht auf Leistungen der Versicherung im Schadensfall vertrauen kann.

Im Regelfall haftet das Versicherungsnehmen noch einem Monat nach Beendigung des Versicherungsvertrages für den ehemals versicherten Pkw.

Neu für alt

Bei einer Versicherung in der Kfz-Haftpflicht zum Zeitwert darf der Kfz-Versicherer bei der Berechnung der Entschädigungsleistung einen Abzug vorzunehmen, um eine eingetreten Wertverbesserung auszugleichen. Der Fachausdruck dafür ist "neu für alt".

Müssen nach einem Schaden bei der Reparatur Verschleißteile bei einem Pkw gegen fabrikneue Teile ausgetauscht werden, so hat der Ersatz (Neuteil) einen höheren Wert als die alten ausgetauschten Teile.

Laut Gesetz muss die Versicherung dem Kunden jedoch nur den (Zeit-)Wert der bereits verbauten Teile erstatten, so dass sich der Versicherungsnehmer nicht durch das schädigende Ereignis bereichern kann.

"Neu für alt" gibt es auch in der Vollkaskoversicherung. Möchte der Versicherungsnehmer vermeiden, dass er bei einem Kaskoschaden den Differenzbetrag selbst zahlen muss, sollte er eine Police wählen, die auf derartige Abzüge verzichtet.

Neupreisentschädigung

Bei einem Neuwagen sollte ein Versicherungsnehmer in der Kfz-Versicherung unbedingt die Vertragsoption "Neupreisentschädigung" wählen.

Diese legt fest, dass der Kfz-Versicherer bei einem Totalschaden oder bei Diebstahl über einen bestimmten Zeitraum den Neupreis des Fahrzeugs unabhängig von dessen Zeitwert erstattet.

Im Rahmen dieser Vertragsoption erstatten einige Kfz-Versicherer den Neupreis des Fahrzeuges auch dann, wenn die anfallenden Reparaturkosten einen gewissen Betrag (etwa 70 Prozent vom Neupreis) überschreiten.

Der Zeitrahmen für die Neupreisentschädigung liegt je nach Kfz-Versicherer zwischen drei Monaten und zwei Jahren nach Zulassung.

Voraussetzung für den Abschluss dieser Vertragsoption ist, dass es sich um ein Fahrzeug im Erstbesitz handelt, der Pkw vollkaskoversichert ist und ein geringes Alter aufweist.

Hintergrund:

Ein Neuwagen verliegt in den ersten Monaten nach Zulassung erheblich an Wert.

Neuzulassung (von Neu- und Gebrauchtwagen)

Die Zulassung eines Pkw muss bei der Zulassungsbehörde des Hauptwohnsitzes erfolgen.

Bei einem Neuwagen sind folgende Unterlagen vorzulegen:

  • Elektronische Versicherungsbestätigung (eVB) der Kfz-Versicherung
  • Personalausweis, alternativ Reisepass und Meldebestätigung
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (früher Fahrzeugbrief)
  • Feinstaubplakette
  • Bankverbindung zum Einzug der Kfz-Steuer

Für Gebrauchtfahrzeuge sind zusätzlich die folgenden Dokumente erforderlich:

  • Zulassungsbescheinigung I (früher Fahrzeugschein)
  • HU-Bescheinigung (HU = Hauptuntersuchung)
  • bei abgemeldeten Fahrzeugen die Abmelde- oder Stilllegebescheinigung

Der Sinn der Zulassung liegt darin, dass die Kraftfahrzeugsteuer eingezogen und Halter sowie Fahrer über das Kfz-Kennzeichen identifiziert werden können.

Nutzungsausfallentschädigung

Die Höhe des Entschädigungsbetrages bei einem Nutzungsauffall für einen Pkw ist gesetzlich nicht geregelt.

Die Höhe der Zahlungen hängt vom Modell und Alter des Fahrzeugs ab.

Die Auflistung "Nutzungsausfallentschädigung" von EurotaxSchwacke weist etwa Tagessätze zwischen 23 und 175 Euro aus. Diese Tabelle umfasst in elf Gruppen (A bis L) etwa 38.000 Fahrzeugmodelle.

Ein zuständiger Sachverständiger ordnet das beschädigte Fahrzeug anhand bestimmter Kriterien (Fahrzeugtyp, Leistung, Ausstattung etc.) einer dieser Gruppen zu und setzt die Reparaturdauer fest.

Laut Gesetz (BGH, Az: VI ZR 357/03) muss die Entschädigung für den Nutzungsausfall eines älteren Autos deutlich niedriger angesetzt sein als bei Neufahrzeugen.

Kann ein Autofahrer seinen Pkw als Folge eines unverschuldeten Autounfalls für eine gewisse Dauer nicht verwenden, hat er Anspruch auf einen Mietwagen oder eben alternativ auf einen Entschädigungsbetrag.

O
Obliegenheiten

Obliegenheiten in der Kfz-Versicherung sind kurz gesagt die Vertragspflichten. Sie sollten unbedingt eingehalten werden, um den Versicherungsschutz nicht zu gefährden.

Welche Obliegenheiten Ihrer Kfz-Police in Einzelnen zugrunde liegen, können Sie in den allgemeinen Kraftfahrt-Bedingungen AKB nachlesen, die Sie als Bestandteil Ihres Versicherungspolice von Ihrem Kfz-Versicherer erhalten haben.

Obliegenheiten betreffen nicht nur die Kfz-Haftpflicht, sondern auch die Teilkasko sowie die Vollkasko.

Das steht drin

Die Obliegenheiten bzw. Pflichten eines Versicherungsnehmers ergeben sich zum Teil aus gesetzlichen Bestimmungen, zum Teil aus vertraglichen Vereinbarungen.

Sie beinhalten etwa die Pflicht zur Prämienzahlung, zu wahrheitsgemäßen Angaben von Daten, die Anzeigepflicht, die Aufklärungspflicht oder die Schadensminderungspflicht.

Eine Verletzung der gesetzlichen Bestimmungen liegt z.B. vor, wenn das versicherte Fahrzeug unter Alkoholeinfluss gefahren wird.

Manche Obliegenheiten muss der Versicherungsnehmer dabei nicht von sich aus, sondern erst auf Verlangen des Versicherers erfüllen.

Diese Strafen drohen

Verletzt der Versicherungsnehmer diese ihm auferlegten Pflichten vorsätzlich oder grob fahrlässig, riskiert er den Verlust seines Versicherungsschutzes.

Oft sich bei Verletzungen von Obliegenheiten auch ein fristloses Kündigungsrecht des Versicherers in der Kfz-Versicherung vorgesehen.

P
Personenschaden
Pflichtversicherungsgesetz
Probefahrt
R
Rabattübertragung
Rettungspflicht
Ruheversicherung
S
Schadenrückkauf
Schadensregulierung Kfz
Selbstbeteiligung (SB)
Straßenverkehrsordnung
T
Tageszulassung
Tarifgruppe
Tarifmerkmale bei der Kfz-Versicherung
TÜV
Typschlüsselnummer
U
Unbegrenzte Deckungssumme
Unberechtigter Fahrer
Unfallmeldung
V
Vermögensschaden
Vertragsunterbrechung
Vorläufige Deckungszusage
W
Wagniskennziffer
Was ist ein Marderbiss?
Werkstattbindung oder freie Werkstattwahl?
Widerrufsrecht Kfz-Versicherung
Wiederbeschaffungswert Kfz
Z
Zeitwert des Autos
Zulassungsbescheinigung